Osteopathie für Jugendliche

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Gerade in der Jugend sind die Herausforderungen oft groß

Check-up für Teenager

Warum gerade in diesem Alter?

  • Weil besonders in dieser Lebensphase sehr viele einflussreiche Veränderungen im Menschen stattfinden. 
  • Weil es viele „Stressoren“ gibt, die das System des heranwachsenden Menschen mit prägen. 
  • Weil es nicht richtig ist, wenn es heißt: „Warten wir mal ab – das verwächst sich schon.“ 
  • Aber auch, weil in dieser Zeit die sog. „Vitalen Kräfte“ (Entwicklungskräfte) sehr präsent sind und somit die osteopathischen Effekte einer Behandlung durchschlagender sind. 

Angebot für Selbstzahler: 

30-minütige Konsultation kostet 50,– Euro; 60 Minuten kosten 80,– Euro. 

Tipp: Vor der Abdrucknahme für Zahnspangen, Einlagen usw. ist eine osteopathische Untersuchung und Behandlung sehr sinnvoll, um das System günstig vorzubereiten und zu unterstützen! 

Neben Faktoren aus der Säuglings- und Kindheitsentwicklung (siehe auch »Osteopathie für Säuglinge« und »Osteopathie für Kinder«) können gerade in der Entwicklungsphase der Jugend unter anderem folgende Aspekte osteopathisch gut behandelt werden. 

Die nachfolgende Auswahl von Beispielen an Fehlhaltungen bzw. Fehlfunktionen soll zeigen, dass und wie Osteopathie problemlösend oder begleitend eingesetzt wird. Diese Beispiele haben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch sind die aufgezeigten Wege von Ursache und Folge in dieser Art zwangsläufig.

Bewegungsapparat

  • Wirbelsäule, wie Skoliose (deutliche 3-dimensionale Abweichung von Form und Funktion der Wirbelsäule), Morbus Scheuermann (oder auch Adoleszentenkyphose; eine vermehrte Rundung der Brustwirbelsäule in der Jugend), immer jüngere Menschen mit Bandscheibenproblemen, Nackenschmerzen und weitere;
  • Beine und/oder Füße; Wachstumsschmerzen, vermehrter Zehenspitzengang, Knick-, Senk-, Plattfüße, funktionelle Knieprobleme (weil hier Ursachen vom Fuß aufsteigend und/oder vom Rumpf absteigend Konflikte bereiten können),
  • Ungleichgewicht auf Höhe der Becken-Hüftregion
  • Beckenschiefstand; ist eine 3-dimensionale Torsion mit einer zwangsläufigen funktionellen Beinlängendifferenz. Sie ist häufig ein Ausdruck von Anpassung auf Ursachen, welche im Bereich des Bauches oder der Wirbelsäule liegen oder als Verletzungsfolge am Bein entstehen können.
  • Wachstumsschmerzen; unterschiedliche Gewebe im Körper wachsen zu bestimmten Phasen von der Embryonalzeit bis zum Abschluss der Entwicklung unterschiedlich schnell und so kann es insbesondere während der letzten großen Wachstumsphase in der Jugend zu deutlichen Konflikten kommen.
  • Nachbehandlung von Verletzungen oder Unfallfolgen.

Beckenschiefstand / „kürzeres Bein“ bzw. Beinlängendifferenz

Eine Beinlängendifferenz kann viele Ursachen haben. Unterschieden werden muss zwischen tatsächlichen (anatomischen) und funktionellen Beinlängendifferenzen. Bei den funktionellen Beinlängendifferenzen handelt es sich um Anpassungsphänomene des Körpers (Kompensation). Gründe hierfür können einerseits in Störungen von Fuß, Knie oder Hüfte, z.B. durch ein Trauma sein. Andererseits können aber auch Einflüsse vom Rumpf Auslöser sein, wie z.B. Probleme der Wirbelsäule oder desBauchraumes  (Operationsnarben, Verdauungsprobleme oder Störungen des Uro-Genitaltraktes und vieles mehr). Der Beckengürtel ist sehr anpassungsfähig und reagiert mit Drehung, Kippung  bzw. Torsion darauf. Dadurch werden die Hüftgelenke räumlich verändert, woraus eine Höhenveränderung resultiert.Ohne die Hintergründe zu analysieren ist dann eine sehr häufige fast reflexartige Reaktion in der Medizin: „Beckenschiefstand oder kürzeres Bein“ => Einlagen mit Höhenausgleich. Bei guter Analyse und Behandlung der Ursache(n) ist oft schon nach einer Behandlung dieses Thema nachhaltig beseitigt. Gerade während des Wachstums ist dieser Aspekt sehr wichtig, damit sich entsprechende Muster gar nicht erst festsetzen können und die „Wachstumsenergie“ nicht in Kompensationsmuster gesteckt werden muss.       

Zähne, Kiefer und Kiefergelenk

  • Zahn- und Kieferkorrekturen, besonders mit Hilfe fester Klammern/Spangen (Brackets) können die vitalen Kräfte stark beeinflussen. Dies kann sich unter anderem an Kopfsymptomen, Nackenbeschwerden oder Änderung der Gemütslage zeigen. Metapher: Stellen Sie sich vor, sie müssten mit angezogener Handbremse auf einem Fahrrad einen Berg hinauf fahren – das kostet unnötige Kraft und bringt mitunter Substanzverlust.
  • Bruxismus; das insbesondere nächtliche Knirschen mit den Zähnen ist häufig Ausdruck seelischer Unausgeglichenheit. Die Kauflächen sollten nur während der Nahrungszerkleinerung miteinander in Kontakt kommen. Das Bild des „Zähne zusammenbeißens und durch“ oder Knirschens ist unnatürlich.
  • Das Kiefergelenk kann in der Rolle des „Täters“, aber auch in der Rolle des „Opfers“, Probleme bereiten. 

Stresssymptome, z. B. auf Höhe 

  • des Magen-Darm-Traktes,
  • Kopfschmerzen oder Migräne.

Instabile psycho-emotionale Verfassung

Wichtig zu erwähnen ist, dass nicht immer nur eine veränderte Form, sondern viel mehr eine damit im Zusammenhang stehende Funktionsstörung das eigentliche Problem darstellen kann. Ist die Funktion reharmonisiert, hat der Körper wieder Möglichkeiten zu kompensieren (auszugleichen).
In unserem Gesundheitswesen spielt die Vorbeugung eine gewisse Rolle. Leider klafft jedoch gerade bei den Kindern zwischen dem 5. und 14. Lebensjahr eine entscheidende Lücke, denn zwischen der sogenannten U9 und J1 sind keine Jugenduntersuchungen vorgesehen. Aber auch in dieser Altersgruppe kommt es zu großen Schritten in der Weiterentwicklung. Hier kann die Osteopathie wertvolle Arbeit leisten.

Anamnesebogen für Kinder/Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr


Literaturhinweis:
Titel: Osteopathie – so hilft sie ihrem Kind
Autoren: Christoph Newiger und Birgit Beinborn
Verlag: TRIAS 
ISBN: 9783830432890

oder

Titel: Osteopathie: Sanftes Heilen mit den Händen 
Autoren: Christoph Newiger 
Verlag: TRIAS 
ISBN: 3830432704